Nicht gleich resignieren!




Sie haben Rechte!

In Deutschland hat jedes Mitglied einer Krankenkasse im Krankheitsfalle den gesetzlichen Anspruch auf eine zeitnahe und örtlich erreichbare Behandlung.

(§ 13 Abs. 3 SGB V)


Daher zahlen einige Krankenkassen unsere Leistungen erst dann, wenn der Versicherte seine erfolglosen Bemühungen nachweisen kann (z. B. durch eine abtelefonierte Liste, die dokumentiert, dass kein kassenzuge-lassener Therapeut zeitnah und in einem angemessenen Umkreis vom Wohnort, Termine frei hat).


Leider sind jedoch manche Krankenkassen sehr flexibel, was die Auslegung der Begriffe zeitnah und akzebtabler Umkreis angeht.


Lassen Sie sich nicht alles gefallen!

Sie zahlen jeden Monat ordentlich Ihren Beitrag und haben damit einen Anspruch erworben, den Sie nicht vorschnell aufgeben sollten.


Mehr darüber, was Sie tun können, um auch für nicht kassenzugelassene Therapeuten eine Kostenübernahme zu erreichen, lesen Sie hier:


Onlineartikel: Recht auf rasche Behandlung

PDF dazu




Eine psychische Erkrankung ist ebenso ernst zu nehmen, wie eine körperliche Beeinträchtigung.


Wennn Sie sich ein Bein gebrochen haben, bekommen Sie ja schließlich auch nicht zu hören, dass der nächste freie Termin erst in sechs Monaten zu erhalten ist.









Nicht nur die Betroffenen leiden darunter!


Die Familie und das soziale Umfeld müssen viel Geduld mit psychisch beeinträchtigten Menschen aufbringen, soll die Beziehung nicht darunter leiden.


Oft hängt auch der Arbeitsplatz davon ab, schnell wieder leistungsfähig zu werden.


Bleibt eine psychische Störung unbehandelt,

ist die Chance groß, dass nach Monaten eine ambulante Behandlung nicht mehr sinnvoll erscheint und ein stationärer Aufenthalt notwendig wird.





Zahlen von gestern


Trotz dieser Tatsachen ändert sich nichts an der starren Haltung der Kassenärztlichen Vereinigung, die die Anzahl der kassen-zugelassenen Praxen in Deutschland festlegt.

Wie praxisfern hier Berechnungen angestellt werden, zeigt u. a. dass sich die Bedarfs-zahlen für Psychotherapie nach wie vor am Jahr 1999 orientieren, obwohl die statistischen Institute nachweisen, dass die Anzahl der psychischen Erkranken seit Jahren explosiv steigt. Paradoxer Weise ergeben amtliche Berechnungen trotz de facto überaus langer Terminwartezeiten eine psychothreapeutische Überversorgung vieler Gebiete. Hier besteht eindeutig Nachbesserungsbedarf im Sinne einer realitäsnahen Neubewertung der aktuellen Lage.


Mehr Daten, Fakten und Zahlen zu dieser künstlich aufrecht erhaltenen Unterversorgung auf Kosten der Patienten können Sie in diesem Onlineartikel oder PDF dazu nachlesen.


Onlineartikel: Mangel an Therapeuten

PDF dazu