Biophilia

-die Liebe zum Lebendigen-


                            



Was bedeutet Biophilia?

 

Der Begriff Biophilie wurde von Erich Fromm eingeführt und bedeutet: 

„Liebe zu Lebendigem“.


Eine emotionale Verbindung mit der Natur ist uns Menschen angeboren. Wer seine natürliche Umgebung aufmerksam beobachtet, hatte in der Evolution einen Überlebensvorteil. Auch heute noch stillt der Kontakt mit blühenden Gärten, Bäumen, schönen Landschaften dieses Bedürfnis, wirkt beruhigend und stressabbauend. 



 

1982 prägte das japanische Ministerium für Landwirtschaft und Forsten den Begriff Shinrin Yoku. Er beschreibt den Kontakt mit und durch die Atmosphäre des Waldes. Inzwischen ist Shinrin Yoku in Japan und Südkorea zu einem festen Bestandteil der Gesundheitsvorsorge geworden und hat sich zu einer eigenen Therapie-Methode entwickelt. Dafür wurden und werden viele wissenschaftliche Arbeiten in Auftrag gegeben, die das herausgefunden haben, was jeder Mensch spürt, der schon einmal längere Zeit in wirklicher Ruhe, mit ganz bewusster Aufmerksamkeit im Wald verbracht hat: Man wird ruhiger, das Wohlbefinden steigert sich, man fühlt sich einfach rundherum besser. Messbar ist: Der Blutdruck wird gesenkt, der Puls reguliert, Stresshormone reduziert, die Stimmung positiv beeinflusst. Es soll sogar dazu führen, dass unser Immunsystem mit dem Wald kommuniziert und das Eintauchen in die Atmosphäre des Waldes unsere Killerzellen vermehren und aktivieren.

 

In Deutschland wird Shinrin Yoku leider sehr profan mit Waldbaden übersetzt. Shirin Yoku ist jedoch weit mehr, als ein netter Aufenthalt im Wald. Um dieses Therapieangebot aus Japan in europäischer Form in unser Praxisangebot zum Thema Stressreduktion in Form von Workshops zu integrieren und kompetent umsetzen zu können, haben wir Stefan Ross gewinnen können. Er ist Wildbiologe, Dipl. Forstwirt und Leiter des Umweltbildungszentrums Licherode (UBZ), wo die Workshops und Kurse dieser Angebotsreihe auch stattfinden werden.